Zurück ins Leben
Kinder, wie die Zeit vergeht. Dass Omas Lieblingsspruch
immer noch ganz aktuell ist, ist mir gerade wieder bewusst geworden.
Vor achtzehn Tagen hatte ich, ohne groß darüber
nachzudenken, das „Abenteuer“ fasten gestartet. Alles was ich vorher darüber
gelesen habe war richtig und falsch gleichermaßen.
Die Gefühle sind nur schwer zu beschreiben, man muss es
selber erlebt haben.
Nach der Euphorie kommt der Frust, nach dem Hunger kommt die
Leere. Nach der Leere geht es weiter, einfach weiter. Ab und zu erfüllen echte
Hochgefühle den Geist, ein andermal rudert der Kreislauf dem tiefsten Punkt des
Körpers entgegen. Mal so mal so.
Sportliche Tiefpunkte waren kaum erkennbar und Läufe bis zu
15 Kilometern stellten mich vor keine ernsthaften Probleme. Der Heißhunger der
ersten Stunden war bereits nach zwei Tagen total verschwunden, selbst die
geliebte Schokolade war auf der Wunschliste nicht mehr zu finden.

Und was antwortet die Waage? Etwa 7 Kilogramm sind
verschwunden und sollen möglichst auch nicht wieder aufgefunden werden. Im
Gegenteil. Ich bin heiß darauf in abgeschwächter Form noch ein Weilchen
weiterzumachen.
Macht hungern süchtig? Vor drei Wochen hätte ich gesagt,
„unmöglich“. Heute sehe ich durchaus ein mögliches Suchtpotential. Sind die
Hungergefühle erst einmal weg, wird man schnell zum „Erbsenzähler“. Kleiner,
weniger oder weglassen bestimmen die Speisekarte.
Wenn Light zu fett wird und Gummibärchen geteilt in den Mund
spazieren ist höchster Alarm angezeigt.
Empfehle ich fasten weiter? Nein, mache ich nicht. Es ist
eine Entscheidung die jeder für sich selber fällen muss. Soll man einen Arzt
vorher konsultieren? Ich habe es nicht gemacht. Einen Arzt besuche ich nur wenn
ich krank bin, nicht um mir Ratschläge einzuholen. Gerade in sportlichen
Bereichen sind meines Erachtens ärztliche Ansichten nicht immer auf Gesunde
ausgerichtet.
Euer Hans
Fasten ist ein Auf und Ab