Sonntag, 3. Juni 2012

Zwischen laufen, wandern und radfahren


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Da das Laufen immer noch nicht richtig klappt, aber alle meine Lauftermine und Wünsche erst im Sommer anstehen, habe ich keine Panik, und halte ich mich zurzeit erstmals nur fit.
Radfahren, wandern und "ein bisschen" laufen stehen auf dem Plan.
Wenn alles gutgeht, hoffe ich übernächste Woche wieder richtig laufen zu können.

Nachtrag
Gegen 17:00 habe ich es heute nicht mehr ausgehalten. Laufschuhe an, und zehn, teilweise schwere Kilometer gelaufen. Jetzt tut das Knie zwar wieder  ein bisschen weh, aber ich glaube nächste Woche werde ich wieder loslegen können.



Samstag, 19. Mai 2012

Die Richtung stimmt noch

Die Richtung stimmt noch, aber ich muss wohl ein paar Umleitungen einbauen.
Nach dem Knie macht mir nun ein Fersensporn Schwierigkeiten.

Sonntag, 13. Mai 2012

Plan und grenzenlos

Strahlender Sonneschein und sehr angenehme Temperaturen haben mich heute morgen schon früh aus dem Bett getrieben. Eigentlich wollte ich eine Fahrradtour machen, aber das Läuferblut war irgendwie dicker an diesem Morgen. Aber wohin? Richtung Frankreich, war der grobe Plan. Auf teilweise unbekannten Wegen orientierte ich mich nur nach Gefühl und dem Wissen, solange es aufwärts geht, bin ich richtig.  Irgendwann war ich direkt am Grenzweg zwischen Frankreich und Deutschland angekommen. Dort wo keine Steine die Grenze markierten, zeigten einige Wochenendhausbesitzer mit der Tricolore an, benimm dich, hier ist Frankreich.
Nach knapp 15 Kilometern ersparte ich meinen noch immer nicht fitten Beinen, den teilweise steilen Rückweg und ließ mich abholen. Auf ebener Strecke hätte ich wahrscheinlich keine Probleme gehabt, die restlichen 8 Kilometer noch nach Hause zu laufen.



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Sonntag, 6. Mai 2012

Wieder zurück?

Ein Blick aus dem Fenster heute morgen machte mir klar, ich muß meine großen Worte von gestern einlösen. "Wenn es nicht sinnflutartig regnet, laufe ich heute morgen auf der landschaftlich wunderschönen gesperrten Bundesstraße, die normalerweise als Autobahnzubringer dient", hatte ich gestern Abend lautstark meiner Familie angekündigt. Von Martin erfuhr ich, dass es hin und zurück etwa 10 Kilometer waren.
Da ich nicht wußte ob mein Knie halten würde, war ich nervös wie in meinen Anfangszeiten vor einem Marathon.
Bereits letzte Woche hatte ich bei einem kleiner Abstrecher in der Türkei die Laufschuhe wieder angezogen. Dort war es aber kein echtes Laufvergnügen und ich beendete bereits nach etwa sechs Kilometern mit Schmerzen den Lauf.



Nach meinem Arzbesuch diese Woche hatte ich erstmals wieder das Gefühl, dass Bewegung in die Sache kommt. Ich bekam eine sehr schmerzhafte Spritze aber sie half, und es geht  mir seither täglich ein bisschen besser.
Und ein kleiner "Treppentest" gestern Abend bestätige mein positives Gefühl, und so entschloß ich mich zu einem umgehenden "Neustart".  Heute-Jetzt-Sofort.
Mit "leichten" Übergewicht aber "schweren" Konditionsmängeln genoß ich es 10 Kilometer ganz alleine über dem Pfälzerwald zu laufen. Und es war herrlich.
Nicht das Knie sondern die Fotozwangspausen stoppten meinen Elan immer wieder. Es waren berauschende Bilder die ich aus dieser Perspektive noch nie gesehen habe, und wahrscheinlich als Fußgänger auch so schnell nicht wieder sehen werde.
Viel zu schnell rast man im Alltag mit viel zu viel PS,  an den schönsten Punkten der Natur meist gedankenlos vorbei.

Erst wenige Meter vor dem Ziel hat sich mein Knie zum ersten Mal gemeldet.  Ich habe seinem Ansinnen nach Beendigung des Laufes sofort nachgegeben, es liebevoll gestreichelt und sofort wieder in Watte gepackt. Beim nächsten Mal geht es aber wieder härter ran.

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Sonntag, 15. April 2012

Einen Pausentee bitte!

Einen Pausentee bitte!

 Der „Läufergott“ ist eigentlich ein gerechter Mann.
Denn meistens schickt er seine „Jünger“ nicht ohne Vorwarnungen in die „Pause“.
Nur wenn sie über seine Mahnungen lächeln oder gar ganz ignorieren, kann es böse werden. Manches mal sogar sehr böse.
Und wie die Bayern so schön sagen „Heuer wa i dran“.
Eine Kernspin Untersuchung hat es an den Tag gebracht. Im Neudeutschen nenn man es Jumpers knee, für uns „Alte“ einfach nur Patellaspitzensyndron, und hat bei „guter Pflege“ und Laufruhe ganz ordentliche Heilungschancen.
So werde ich wohl im Frühjahr das Lauftrikot mit dem Raddress oder der Badehose tauschen dürfen.
Aber andere Sportarten haben auch hübsche Töchter.

Dienstag, 10. April 2012

Paris ohne Eiffelturm und Laufschuhe





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Ein Tag in Paris ohne Eiffelturm und Laufschuhe

Dienstag, 3. April 2012

Berliner Erlebnisse

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„Banges Warten auf den Liebsten“, habe ich dieses Bild genannt.


Denn mancher Zuschauer hatte noch vor Augen, dass im letzten Jahr, keine hundert Meter vom Ziel entfernt, ein Läufer zusammenbrach, und einige Tage auf der Unfallstation um sein Leben rang.

Keine Sorgen brauchte man sich um mich zu machen, denn trotz Knieproblemen hatte ich nie Zweifel, meinen Halbmarathon in Berlin durchzustehen. Wieder einmal ohne Uhr aber unter großem Zeitdruck startet mein Läuferblock mit nahezu 30 Minuten Verspätung.
Mein Problem: Wie mache ich es dem Lockführer meines Zuges klar, dass ich etl. mit Verspätung am Bahnhof eintreffe. Dank meiner Sprintfähigkeiten im Bahnhofsbereich ist aber alles gutgegangen.

Egal ob Halbmarathon im Frühling oder der Marathon im Herbst. Berlin bietet eine gigantische und unglaubliche Kulisse. Auch wenn Citymarathons nicht mehr zu meinen Lieblingsdisziplinen gehören, hier wird man unweigerlich mitgerissen. Man glaubt, ganz Berlin steht Kopf wenn die Läuferinnen und Läufer ihre Runde durch die Innenstadt ziehen.

Der Halbmarathon von Berlin ist ein Lauf durch die jüngste Deutsche Geschichte.
Vom Fernsehturm am Alexanderplatz, der zu DDR Zeiten als Vorzeigeobjekt bis tief in den Westen zu sehen war, geht es durch die berühmte Straße „Unter den Linden“ Richtung Brandenburger Tor. Hier atmen normalerweise die „Marathonis“ auf, denn ihre „Leiden“ gehen dort zu Ende. Für die „Halben“ beginnen sie nun erst.
„Die Straße des 17.Juni“ will kein Ende nehmen. Zuerst die Siegessäule, dann der Ernst Reuter Platz und endlich, ganz hinten am Horizont taucht das Charlottenburger Schloss auf. Jetzt ist erst einmal Schluss mit dem eisigen Gegenwind. Nach einer langen Kurve macht sich die Strecke nämlich langsam auf den Rückweg.
Der „Kudamm“ ist erreicht. Zuerst spärlich, dann aber geballt stehen die Zuschauer entlang der Absperrungen. Nur, wo ist am Ende des Kursfürstendamms die Gedächtniskirche? Sie fehlt! Nicht ganz, sie wurde nur wegen Renovierungsarbeiten komplett einhüllt.
Das letzte Drittel der Stecke ist angebrochen. Der Potsdamer Platz mit seinem Theater und dem gigantischen Sonycenter erstrahlen im herrlichen Sonnenschein. Am „Boulevard der Stars“ halte ich kurz inne. Aber immer noch hat man keinen Erinnerungsstein von mir in den Boden eingelassen. Vielleicht beim nächsten mal.

Weiter geht es zum wohl geschichtsträchtigsten Ort des kalten Krieges. Hier am „Check Point Charly“ wurde Geschichte geschrieben. Nirgendwo standen sich die Weltmächte aus Ost und West militärisch näher wie hier in der Kochstraße. Den Besuch im Mauermuseum habe ich mir aber für einen anderen Termin vorgenommen.
Nun sind es nur noch ganz wenige Kilometer bis zum Ziel. Auf der Zielgerade wird mir klar, dass mich meine Ausflüge in die Geschichte ganz schön Zeit gekostet haben. Mit 2:24 Std. überlaufe ich die Ziellinie.

Für das versprochene Bier bleibt keine Zeit. Nahezu fluchtartig verlasse ich den Zielbereich.
Wie schon beschrieben, mein Zug wartet nicht auf Nachzügler.

Die drei Berliner Tage haben mich wieder mächtig aufgewühlt. Als „Provinzler“ ist vieles nicht nachvollziehbar. Die Lautstärke, die Hektik und das Überangebot von Allem faszinieren und erdrücken gleichermaßen. Der Hunger nach diesem bunten Treiben lockt mich zwar immer wieder hierher, was aber nicht bedeutet, dass ich hier auch leben möchte.

Die Ruhe des Pfälzerwaldes hat für mich höhere Werte.