Donnerstag, 6. August 2009

Lustlos


Die Sonne brennt höllisch auf die Stelle meines Kopfes, die noch vor wenigen Jahren,
dicht bewachsen war. Meine Glatze. Auch meine Zunge hat einen Tiefpunkt erreicht. Sie
schleift am Boden. Mein Herz pumpt etwa so hoch wie damals, als ich zum ersten Mal von einem Mädchen geküsst wurde. Also lautstark.
Hinter mir liegen 500 Meter extreme Steigung und vor mir noch einmal die gleiche Strecke.
Mit mir trage ich sündige fünf Kilogramm Übergewicht. Das Fluchen darüber habe ich längst aufgegeben denn ich weiß, dass ich nicht vorhabe, ernsthaft dagegen anzugehen.
„Ein Marathon steht nicht an, und für einen Halben reicht es eh“ scheinen meine überheblichen Gedanken zu sein. Anderen gebe ich ernsthafte Ratschläge, selbst ignoriere ich alle Grundsätze der Vernunft.
Aus meinen Träumen werde ich von einem Radfahrer gerissen der laut klingelnd seine Anwesenheit mitteilen will. Mein Blick auf seinen hochroten Kopf zeigt mir „der ist auch fertig, den lasse ich nicht vorbei!“
„Ich wette um den Inhalt Deiner Flasche, dass ich vor Dir oben bin“, rufe ich im zu. Ohne eine Antwort abzuwarten setzte ich zum „Gipfelsturm“ an. Kampflos überlässt mir mein Kontrahent oben an der Querstraße, den Rest seiner Buddel. Der Inhalt war wertlos, das Gefühl des „Sieges“ riesengroß.
Leider war dieser Spaß eine Ausnahme. Zur Zeit fällt es mir sehr schwer mich zu quälen.
Das Fehlen eines großen Zieles schickt mich regelmäßig in eine Art Lethargie.
Ich bin noch nie aus Spaß oder Freude dreißig Kilometer oder länger gelaufen. Nur das Ziel eines großen Laufes beflügelt mich von Zeit zu Zeit zu diesen aberwitzigen Trainingsläufen.
Wahrscheinlich werde ich aus geschäftlichen Gründen dieses Jahr nur noch ein oder zwei Halbmarathons laufen. Dafür versuche ich meinem Freund Martin zu unterstützen, damit er bei seinen Klassikern in Berlin und Frankfurt eine gute Figur abgeben kann.

2010 will ich es aber noch einmal wissen. Bereits im Frühjahr soll es ein richtiger Knaller werden. London, Boston oder Dubai stehen ganz oben auf der „genehmigungspflichtigen“ (Wunsch)liste.

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Mittwoch, 29. Juli 2009

Endlich Sonne

Bei meiner letzten Tour am Sonntagabend hat es mich so richtig erwischt. Auf haber Strecke verdunkelte sich innerhalb weniger Minuten der Himmel. Blitz, Donner und Starkregen machten mich zwar zu einem Sprinter, aber das alles half nichts. Als ich nach einer halben Stunde am Auto ankam, war ich naß wie nach einem Vollbad.

Seit heute sieht die Welt, zumindest beim Wetter, viel, viel besser aus. Obwohl ich die Hitze beim Laufen nicht so mag, war es heute ein echter Spaßlauf.

Eine der schönsten Alleen von Pirmasens liegt ganz nahe bei meinem Geschäft. Gesperrt für den Durchgangsverkehr, denn die Anwohner dieser Gegend genießen scheinbar Ruhestatus, ist sie ein kleines Lausparadies.
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Eigentlich wollte ich nur eine kleine Runde laufen, aber dann kamen doch knapp 10 Kilometer mit 300 Höhenmetern zusammen. Oft bin ich hier auch mit Martin unterwegs. Nur im Moment ist er verschollen. Wahrscheinlich hat man ihn nach seinem letzten Marathon im Allgäu zur Heuernte zwangsverpflichtet.
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Samstag, 25. Juli 2009

Wie früher

Heute hat es mich noch einmal gepackt, meiner alten Tätigkeit als Sportfotograf nachzugehen.
Natürlich nur zum Spass. Und wie auf dem alten Schwarz-Weißfoto war der FK Pirmasens wieder eine der beteiligten Mannschaften.



Obwohl die Technik mit damals nicht mehr zu vergleichen ist, bleibt das fotografieren von Fußballszenen eine der schwersten Aufnahmetechniken der Sportfotografie.


Damals schwarz/weiß mit mühesamer chemiekalischer Entwicklung im Badezimmerlabor, heute digital in Farbe und im Sessel.
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Spruch des Tages

Tourspruch des Tages
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"Selbst Armstrong zweifelt an Contadors Leistung."

Jetzt fehlt nur noch ein Kommentar aus der medizinischen Abteilung von Jan Ulrich: "die Sauberen haben einfach keine Chancen."
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Nachtrag:
Man wird schnell von der Realität eingeholt. Inwischen gibt es wirklich einen Spruch von Jan Ulrich zum Thema Tour de France-Doping. "Ich denke, dass alle, die da mitfahren, sauber sind. Und sowieso ist der Radsport eine der saubersten Sportarten, weil es so viele Kontrollen gibt. (lt. Netzeitung)

Inzwischen macht ein neuen Mittel Furore das alles Bisherige in den Schatten stellen soll.
http://www.sport1.de/de/sport1at/artikel_132498.html
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Mittwoch, 22. Juli 2009

Geisterstunde

Es war die Zeit um Mitternacht ! Ein geheimnisvolles Geräusch schreckt mich aus dem ersten Schlaf. "Einbrecher" schießt mir als erster Gedanke durch den Kopf. Leise schleiche ich mich aus dem Schlafzimmer. Den Colt im Halfer öffne ich die Terassentüre. Mein Hund ist weder hinter noch vor mir. Er hat sich vor lauter Angst in seinen Korb eingegraben.

Im fahlen Schein des Mondlichtes komme ich mir vor wie ein Blinder. Nur langsam gewöhnen sich meine Augen an die Dunkelheit. Aber weder Freund noch Feind sind irgendwo zu sehen. Wahrscheinlich haben wieder einmal Nachbars Katzen Ihre Machtkämpfe unter meinem Schlafzimmerfenster ausgetragen. Auf dem Rückweg fällt mir unser "hauseigenes Kreuz" auf.
Obwohl außer ein bisschen Mondlicht keine Lichquelle zu entdecken ist, ist es nahezu tageshell erleuchtet.
Da konnte ich als alter Fotograf nicht widerstehen. Foto auf Stativ, Blende5,6 bei 30 Sekunden Belichtungszeit. Und wieder ab ins Bett.

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Donnerstag, 16. Juli 2009

Der Salatbaum

Weltsensation !

Nach jahrelangen Versuchen ist es mir zum ersten Mal gelungen, einen Salatbaum zu züchten. Das Geheimnis meines Vitaminbombers kann ich natürlich nicht verraten. Aber wer glaubt das Bild ist getürkt, der liegt falsch. Der Salatbaum ist echt.

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Dienstag, 14. Juli 2009

Zum Teufel mit dem Wasser


Zum Teufel mit dem Wasser! Zum zweiten Mal innerhalb von 4 Wochen stand heute Nacht unser Keller unter Wasser. Dabei wohnen wir nicht irgendwo an der Mosel, sondern mitten in den Bergen des Pfälzerwaldes. Glaubt man unseren Familienältesten, ist so etwas früher nur ganz selten passiert. Aber bereits seit einiger Zeit müssen wir zwei bis drei Mal jährlich den Nassstaubsauger anschmeißen. Je nach Stärke des Unwetters kommen schon einmal 150 bis 300 Liter Wasser zusammen.
Und so wie der Himmel im Moment aussieht, könnten wir demnächst wieder mit Besuch rechnen.
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