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Montag, 12. September 2011

Hütchenspieler


Nur für die gelben Hütchen hatte ich mich am Sonntag beim Pfälzerwaldmarathon entschieden. Und das war gut so. Früher hatte ich größte Probleme damit meine Grenzen richtig einzuschätzen, heute habe ich es gelernt. So war es beruhigend zu wissen dass nach 21 Kilometern die Schlacht gegen die drückende Schwüle zu Ende sein wird.
Ohne Uhr und Pulsmesser aber mit grünen Stümpfen und einem Trinksack auf dem Rücken stand ich vor dem Start unter ständiger Beobachtung. Mit großer Gelassenheit habe ich aber  allen "Hohn und Spott" ertragen. Und hätte ich nicht am letzten Berg gepatzt, wäre ich mit meinem Lauf "sehr zufrieden" gewesen. So bin ich nur "normal zufrieden."
Außerdem war ich einer der Wenigen die die Vorjahreszeit unterboten haben.
Meine Zeit 2.29 Stunden
Wenn ich aber bedenke, dass meine Bestzeit auf dieser Strecke bei 1.58 Stunden liegt, muss ich mir für nächstes Jahr einigens einfallen lassen.

Sonntag, 11. Juli 2010

Vernünftige gehen auf Tauchstation

Ventilatorren sind ausverkauft. Mineralwasserhersteller arbeiten mit Hochdruck. Auf Deutschlands Straßen herrscht Siesta. ICE´s der Bahn, die die Kälte des Winters überstanden haben, fallen nun im Sommer aus. Notärzte schieben Sonderschichten. Kühle Räume werden immer rarer.
Nur ein Häufchen "harter Hunde" scheint den Ernst der Lage nicht erkannt zu haben.   Allein der Blick in Martins Kilometerspielmannschaft zeigt, Läufer müssen eine gewisse Immunität gegen widrige, äußere Bedingungen besitzen.
Und irgendwie bin ich glücklich, diesem "Haufen" auch anzugehören.
Nach dem ich seit Tagen endlich einen Aufwärtstrend spüre, musste ich heute Mittag unbedingt zum laufen raus.
Zusammen mit meiner Frau als Radbegleitung und 100000 hellwachen Mücken schwitzte ich mich zehn Kilometer durch den heißen Pfälzerwald. Trotz der Hitze war es mein bester Lauf seit Wochen.

Donnerstag, 8. Juli 2010

Verlieren fällt schwer

Das Schicksal hat es wohl so gewollt. Mitten in der Endphase der Fußball Weltmeisterschaft begann der Vorverkauf für das DFB Pokalspiel FK Pirmasens gegen Bayer Leverkusen. Das hatte zur Folge, dass unser Laden immer gerammelt voll mit  Fußballfans und Bundestrainern war.
Bis gestern wurden nur "Wetten" auf die Höhe des deutschen Sieges laut und lustig diskutiert, heute war es wesentlich leiser, als es um die Begründungen der Niederlage ging. Eigentlich war ich heute auch um jeden froh, der mich nicht auf die gestrige Nacht ansprach. Zu viel Nerven hatten mich diese unseligen 90 Minuten gekostet. Trotz Altersreife bin ich immer noch ein schlechter Verlierer, selbst wenn ich den Sieg der Spanier als gerechtes Ergebnis sehe.

Was ist da schöner wie eine Abwechslung durchs laufen. Auch 32° im Schatten und böse Blicke meiner "besorgten" Frau konnten mich nicht bremsen.  Zum ersten Mal in diesem Sommer schlug der Asphalt an manchen Stellen Blasen. Vorbei an ungläubig blickenden Passanten lief ich meine Lieblings-Stadtrunde. Es kommt recht selten bei mir vor, aber heute suchte auch ich jeden möglichen Schattenplatz.
Zum Ende des Laufes ging es noch einmal ganz steil nach oben. Die Belohnung für den Anstieg war ein schöner schattiger Waldweg zum auslaufen. Zufrieden klatschte ich mir nach 8 Kilometern selbst auf die Schulter. Ein anderer konnte es nicht tun, denn ich war an diesem heißen Sonnentag mutterseelen allein im Walde unterwegs.