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Mittwoch, 13. April 2011

Zwischen Pause und Ruhestand

Zur Zeit werden meine Karten neu gemischt. Zwischen einer kleinen Pause und dem Ruhestand ist alles möglich. Unerklärlich schlechte Werte, irgendwo im komplizierten Herz-Lungensystem, haben mich vorübergehend in die Knie gezwungen. Ein Herzkatheter soll nächste Woche eventuell Antworten darauf geben.
Endlich habe ich aber einen Azt gefunden, der mich Ernst nimmt, und mich nicht als "alten Sack" abstempelt, von dem man sowieso keine großen Sprünge mehr erwarten kann. Alleine das stimmt mich schon zuversichtlich, irgendwann wieder als Läufer auf der Straße zu stehen. Am letzten Wochenende hatte ich in Heidelberg zum ersten Mal als Zuschauer einen Halbmarathon gesehen. Das zuschauen hat viel Spaß gemacht (siehe Bilder), aber irgendwie ist das Laufen prikelnder.

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Freitag, 13. August 2010

Wohin führt der Weg?

„Zeit macht nur vor dem Teufel halt“, ist eine der bitteren Erfahrungen aus den letzten sechs Monaten. Die Diagnose "Sportpause" war zuerst niederschmetternd.  Pausiert habe ich zwar vom ersten Tagen an nicht, aber von richtigem Training konnte trotzdem keine Rede sein. Vielleicht möchte ich aber die Zeit in der „Wartestellung“ gar nicht missen. Die neue Lebenserfahrung, dass es nicht immer nur immer weiter, schneller und höher gehen kann, bringt ganz neue Einblicke in das eigene Seelenleben.
Nach einigem Zögern hatte ich mich diese Woche noch einer intensiven Herzuntersuchung unterzogen. Man sah das als ziemlich letzte Möglichkeit, den Grund meines Luftproblems herauszufinden. Fand man aber nicht (wirklich).
Zum Ende der Untersuchung durfte ich noch das topmoderne Laufband so richtig durchtreten. Schwer schnaufend fieberte ich dem erlösenden Höchstpuls von 165 entgegen der sich aber einfach nicht knacken lassen wollte. Nach langen 9 Minuten hatte ich es endlich geschafft.
„Tschaa, Herr Pertsch, was soll ich sagen“, eröffnete der Herzspezialist seine Erläuterung. „Ihr Herz ist gesund und die Kondition trotz Krankheit bemerkenswert. Sie gehören von der Fitness garantiert in die Spitzegruppe Ihres Jahrganges. Aber für Höchstleistungen wie einen Marathon müssten sie noch gewaltig zubuttern. Ob man in Ihrem Alter diesen Rückstand noch einmal aufholen kann, will ich nicht beantworten. Das müssen Sie selbst tun.“
Der Rest seines "Vortrags" entsprach in etwa dem, was ich selbst schon lange diagnostiziert hatte. Überall zapfe ich ein bisschen meines Leistungsvermögens ab. Übergewicht, malade Lunge, die Angst vor Belastung und Trainigsrückstand summieren sich zu einem größeren Minus.
Heute stehe ich quasi wörtlich am Start in eine neue Laufepisode. 10 bergige Kilometer in Dahn stehen an. Lassen wir uns überraschen.

Foto stammt von meinem (Läster)Freund Martin.

Sonntag, 25. Juli 2010

Vorsicht schöne Strecke

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Es ist durchaus möglich, sogar wahrscheinlich, dass ich mich künftig wieder mehr dem laufen wie dem fotografieren widmen werde. Ein Lauftest am Samstag  über 15 Kilometer war ganz erfolgreich. Zwar fehlt mir noch etwas Luft und Kondition, aber bis zu meinem geplanten Marathon im Oktober bekomme ich das garantiert hin. Bis dorthin müssen aber auch noch 5 Kilogramm Gewicht runter. (Kummerspeck) Den 10 Kilometerlauf heute in Kaiserslautern habe ich noch einmal ( schweren Herzens) geschwänzt. Ich werde erst einmal in der "Ferne" meine Wettkampftauglichkeit testen. Wann? Bald!
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Sonntag, 14. Februar 2010

Liebe ist ...

In Freud und Leid verbunden. Auch nach über 35 Ehejahren teilen wir immer noch alles. Sogar bei der Eiskompresse machen wir keine Ausnahme.
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Dienstag, 3. März 2009

Supermarkttussis


Neulich verfolgte ich an der Supermarktkasse ein Gespräch zweier Machotussis.
„Mein Mann liegt im Bett“ sagt die Erste, „oh“ sagt die Andere „ernsthaft.“ „Nein nur eine Erkältung, aber er liegt im Sterben.“ „Was für ein dummes Geschwätz“ denke ich und versuche sie mit lautem Räuspern zu stören. Doch sie ignorieren mich. Lautstark knalle ich nun meinen Einkaufwagen gegen das Laufband. Plötzlich sind die Damen hellwach. „Da fühlt sich einer angesprochen“ flüstert die Blondine Richtung Kassiererin. „Alle Männer sind Helden“ ruft diese lächelnd zurück. Lautlos fluchend ziehe ich von dannen. (Vorhang zu)

(Vorhang auf, zweiter Akt)
Seit Tagen quält mich eine „böse“ Erkältung. Aber ich hatte meinem Freund Martin versprochen am Samstag mit ihm einen Berglauf zu machen. Also Augen zu und durch.
Obwohl ich nach dem Lauf schon schwer gezeichnet war stand ich am Abend wie ein Gladiator unter der Haustüre. Alles Mitleid meiner Familie lehnte ich kategorisch ab.
Immer noch die Supermarkttussis im Hinterkopf kämpfe ich am Sonntag heimlich gegen die immer schlimmer werdenden Schmerzen an. „Nur nichts anmerken lassen“ denke ich und suche mir vorsorglich schon einmal die Telefonnummer der Notrufzentrale raus.
Am Montag überkommt es mich dann doch noch. In nahezu hilflosem Zustand nehme ich den Beistand meiner Frau an. Trostvoll begleitet sie mich ins Bett und versorgt mich liebevoll mit der Bettflasche und den Wundermitteln aus Omas alten Büchern.
„Ganz“ langsam kommen die Lebensgeister wieder zurück. Wieder einmal bin ich dem Teufel von der Schippe gesprungen. (Vorhang zu)

(Vorhang auf, dritter Akt)
Ich achte im Supermarkt künftig ganz penibel darauf wer vor mir an der Kasse steht. So einfach lasse ich mir keine Lügengeschichten mehr erzählen.