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Dienstag, 16. Februar 2010

Es ist Feiertag

Fasnachtdienstag 13:00 Uhr - Es ist Feiertag.
Heute morgen hat man im Krankenhaus festgestellt, dass wahrscheinlich nichts festzustellen war. Die Kernspin-Untersuchung hat ergeben, dass mein Knie wohl keinen "Macken" hat. Die Schmerzen stammen vermutlich von einer Überbeanspruchung der Wadenmuskeln.
Ich hatte schon mächtig Ursachenforschung betrieben. "Habe ich zuviel trainiert oder sollen es etwa doch Folgen meinem fürchterlichen Sturzes letzte Woche gewesen sein?", ging es mir immer wieder durch den Kopf.  So freute ich mich riesig nur  mit den Worten : "Treten Sie in den nächsten Tagen ein bisschen kürzer", verabschiedet worden zu sein. Und dieser Aufforderung bin ich prompt gefolgt.
In einer wahnsinnig schönen Natur bin ich laufend nur fünf Kilometer unterwegs gewesen. Das war so herrlich, dass ich dafür auch ein wenig Schmerzen in Kauf nahm. Und es ist kaum zu fassen, aus der depressiven Stimmung von gestern ist heute wieder Aufwind geworden.
Weitere Fotos von heute

Donnerstag, 9. April 2009

Was ist los?

Der beste Aussichtsplatz vor meiner Lieblings-Supermarkt-Cafeteria ist immer hart umkämpft. Heute hatte ich mal wieder die Nase vorne. Genüsslich ließ ich mir meinen Bonuskaffee durch die Kehle laufen. Nach neun bezahlten Kaffees war dieser gratis. Man schätzt eben mancherorts seine Stammkunden.
Aber irgend etwas war heute anders als sonst. Aber was?
„Mein Gott, hier kennst Du fast jeden Menschen, und keiner beachtet Dich“ ging es mir immer wieder durch den Kopf. Ich rückte mein weniges, mir noch verbliebenes Haar zurecht und setze mein freundlichstes Lächeln auf. Wo mich normalerweise die Blicke der schönsten Pirmasenser Frauen treffen, war heute nichts als Leere.
Das stinkende Taxi, das mit laufendem Motor direkt vor meiner Nase hielt und bis unter das Dach aufgeladen wurde, brachte mir die Erleuchtung.
Meine vergeblichen Kontaktversuche hatten einen Namen. Gründonnerstag.
Der Kampf der Damen mit ihren prall gefüllten Einkaufswagen hatte ihnen das Lächeln auf den Lippen erstarren lassen. Jetzt verstand ich auch die Hektik auf dem Parkplatz. Die verbissene Schlacht um den besten Stellplatz hatte bei einigen Kampfhähnen sichtliche Spuren hinterlassen. Mit Worten die mir als ehemaligem Klosterschüler die Scharmröte ins Gesicht trieben, fand reger „Meinungsaustausch“ über die Auslegung der Straßenverkehrsordnung statt.
Beruhigt legte ich mich wieder in meinen Stuhl zurück und ließ mir noch für ein paar Momente die Aprilsonne auf die Stirn scheinen. Meine Welt war wieder in Ordnung, nicht mein Charme hatte versagt, nein es war die alte Angst der Menschheit, vielleicht zu kurz oder zu spät an die vollen Pötte zu kommen.
Morgen Mädels dürft ihr Euch erholen, und nächste Woche versuchen wir es einfach noch einmal miteinander.