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Mittwoch, 15. August 2012

Dritter Berglauftest

Auch bei meinem dritten Berglauftest bin ich wieder im Schwarzwald gelandet. Aber dieses Mal mußte ich noch eine Schippe zulegen. Der Hochblauen gehört zu den interessantesten Bergläufen im Schwarzwald und hat eine ganzjährig ausgeschilderte Strecke.
Zusätzlich hatte ich heute einen der wärmsten Tage des Jahres erwischt. Bei glatten 30° startete ich meinen Testlauf über 900 Höhenmeter verteilt auf etwa 11 Kilometer.
Unter zwei Stunden Laufzeit wollte ich oben am Gipfel stehen. Nach 1:45 Std. war es bereits so weit.





Eigentlich war für morgen ein weiterer Trainingslauf geplant, aber zur Zeit fegt ein größeres Unwetter über den Schwarzwald. Mal sehen, was für Wege morgen früh begehbar sind.

Samstag, 11. Juni 2011

Trainingslager

Eigentlich ist es immer negativ, wenn man einen Satz mit "eigentlich" beginnt. Meine Frau sieht das in diesem Falle aber anders. Eigentlich hatte ich für Pfingsten einen herrlichen Bergtrainingslauf auf den Hochblauen im Schwarzwald geplant. 10,5 Kilometer mit 900 Höhenmetern. Diese Strecke ist dauerhaft markiert und kann daher auch ohne Wettkampf gelaufen werden. In Fachkreisen gilt sie als "Rennstecke"; liegt doch der Streckenrekord bei unglaublichen 45 Minuten !!! Obwohl meine Trainingszeiten an diesem Berg ganz anders aussehen, zieht es mich immer wieder dorthin.
Nun zu meiner Frau. Eigentlich wäre sie gerne mit mir in den Schwarzwald gefahren. Sagt sie. Leider wurde sie letzte Woche aber das Opfer einer heftigen Grippe. Und wie es die Nähe zwischen zwei Liebenden so als will, hat sie mich angesteckt.
Und meine Einsicht aus vielen gelebten Unvernünften hat mich dazu gebracht, den Schwarzwaldtripp  über Pfingsten einfach sausen zu lassen.
Aber was macht man nun mit der plötzlich üppig gewordenen Zeit. Keine Angst, auch hier haben Frauen Lösungen parat. Wir machen einfach eine Baustelle auf. Krafttraining ersetzt das laufen. Hauptsache sportlich, und nicht einrosten.
In diesem Sinne, schöne Pfingsten.

Sonntag, 17. Mai 2009

Auf zum Hochblauen


Die letzten Meter vor dem Berggipfel des Hochblauens werden zu einem kleinen Triumpfzug.
Einige Radfahrer entdecken wie ich mich um die letzte Kurve quäle und feuern mich lautstark an. Wie bei einem richtigen Lauf winke ich dankend zurück. „Bist Du wirklich von ganz unten gelaufen“ fragt mich einer der Pedaltreter. Meine trockene Kehle lässt aber nur ein kurzes Nicken zu.
Zwei Stunden zuvor war ich ebenfalls mit meinem Rennrad bewaffnet an gleicher Stelle gestanden. Paradoxerweise musste ich erst einmal runterfahren und mich später den 10,5 Kilometer Berglaufweg hoch zu quälen. Vor dieser Abfahrt hatte ich vorher mächtig Respekt. Die schmale und sehr steile Straße müssen sich Autos, Motorradfahrer und viele Radfahrer teilen. Manches mal hatte ich das Gefühl das Gummi der eigenen Bremsen riechen zu können wenn ich vor scharfen Kurven mächtig in die Eisen steigen musste. Nach 30 Minuten war der Spaß zuende und 900 Höhenmeter warteten auf
mich.
Wie das Profil der Strecke zeigt gibt es kaum Einlauf-möglichkeiten im Flachen. Nach einem Kilometer wird es ernst. Bei praller Sonne muss ein kleiner Ort durchlaufen werden. In dieser Straße parkt kein Auto ohne angezogene Handbremse. So steil sind dort die Straßen. Zwei Kilometer weiter wird verlässt die Streckenführung die Bergstraße. Nun geht es in den Wald. Endlich ist die Sonne weg. Dafür nimmt die Steigung gewaltig zu. Langsam geht mir die Luft, ich steige des öfteren in den Gehschritt um. Die Uhr wird nun zu meinem Feind . Nach einer Stunde bin ich exakt bei Kilometer 7. Ich bin zufrieden. Auf schmalen Pfaden geht es die letzten Kilometer zum Gipfel. Den letzten Anstieg gehe ich auf dem Zahnfleisch.

Mit 1:30 Std. gehe ich über die „Ziellinie.“
Glücklich und zufrieden genieße ich bei Bier und Bockwurst den einmaligen Blick über die Bergwelt des Südschwarzwaldes. Bei günstigen Sichtverhältnissen kann man bis in die Berge des Berner Oberlandes blicken. Heute geht der Blick leider nicht so weit. Doch er entschädigt ein wenig für die lange Anreise.Für nächste Woche sind noch einmal zwei „große Klötze“ auf dem Programm. Dann geht es ab nach Liechtenstein.
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