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Mittwoch, 20. April 2016

Die Gedanken des Sommers



Der Sommer naht, und die ersten Berglaufgelüste kommen hoch.
Und da habe ich auch schon einen neuen Liebling für 2016 gefunden.
http://www.montreuxlesrochersdenaye.ch/de/ 

Dienstag, 5. November 2013

Ab auf´s Gnadenregal


Manches Mal habe ich Dich achtlos in die Ecke geschmissen einander Mal habe ich Dich liebevoll gestreichelt.
Oft warst Du bis zum Rand mit Regenwasser gefüllt oder vom Dreck farblich völlig neutralisiert.
Du kanntest den Eisregen der Zugspitze genauso wie den Sonnenschein des Matterhorn.
In meiner Verzweiflung beim Großglockneranstieg hast Du ebenso zu mir gehalten wie bei meinen Freudensprüngen auf den letzten Metern des Jungfrau Marathons.
Der Zahn der Zeit hat uns in den vielen gemeinsamen Bergjahren ganz schön zerklüftet. Nun hängen die Fetzen ab und Boden und Füße waren noch nie so nah zusammen wie heute. Die Gebrauchspuren an uns Beiden zeigen unübersehbar das nahe Ende an.
„Dich geliebten Schuh“, muss ich wohl austauschen, wenn ich nur will. Meine eigenen, morschen Stellen werde ich wohl noch einmal flicken lassen.
Du jedenfalls, bekommst ein Gnadenplatz auf meinem Schuhregal. Den Schönsten und Sonnigsten den ich finde. Notfalls nagle ich Dich fest, wenn die Ungläubigen wieder einmal Sperrmüllattacken gegen Dich starten sollten.
Und vielleicht hole ich Dich an einem schönen, sonnigen Sonntagmorgen wieder einmal aus dem Regal und wir gehen ein bisschen miteinander spazieren. Versprochen ist versprochen.

Ruhe Dich aus, Du hast es verdient
und Danke für alles.

Mittwoch, 24. Juli 2013

Bilder vom Großglockner Berglauf 2013


Alles Gute wünscht Ex Bergweltmeister Jonathan Wyatt



 Noch einmal die Waden kneten


Beim Trachten & Dirndllauf gabs noch mal was fürs Herz


Die Kleinen werden am Schluß die Größten sein


Die Favoritinnen


Die Anfeuerung kommt vom Dach


Alles startklar


Das Flachstück geht zu Ende, die automatische Bremse zieht an


Die ersten 400 Höhenmeter warten


Gleich wird es alpiner


ganz gemeiner Anstieg, aber es sind ja "nur noch" 7 Kilometer


Die Baumgrenze ist erreicht, und es wird immer steiler


ein Berg ohne Ende


Blick auf den ersten See

Es geht etwas abwärts


Die Wege werden ruppiger


es geht runter zum Seeufer


die Kulisse wird immer bizzarer

jeder sucht sich seinen eigenen Weg


nun wird es laut


nichts für schwache Nerven


Die Bergwacht hält Ausschau nach Gestrandeten


Die letzte Verpflegungsstelle mitten in der Wüste


noch 800 weite und hohe Meter


immer weiter aufwärts


Ich bin völlig luftlos


Ein Traumblick nach unten, aber ich will nur noch hoch


Die Menschen im Zielbereich kommen näher


"wenn ich oben bin, laufe ich eine Woche keine Treppe mehr"


Unglaublich, die letzten 100 Meter spurte ich ins Ziel


Lauffreund Thomas Christian hat lange auf mich warten müssen


Keiner hat es mehr eilig, die Sonne ist für alle da.


Danke an meine Frau Gabi, ohne sie wären diese schweren aber herrlichen Stunden nicht möglich.


Danke Heiligenblut für schöne Tage und diese Tapferkeitsmedalle


Danke an Alle für die vielen Kommentare, Glückwünsche und Daumendrücken,
egal ob persönlich, per Mail, im Facebook oder einfach  ein österreicher "passt".


Montag, 22. Juli 2013

Passt - Großglockner Berglauf 2013



„Passt“, Das meistgesprochene Wort in Österreich, passt auch für meinen Berglauf am Großglockner. Er war steiler, heißer und anspruchsvoller als alle meine bisherigen Bergläufe, aber ich bin oben angekommen. Es hat gepasst!

„Gell, der Wettergott ist Kärntner“,  ruft mir ein Einheimischer zu, als ich bereits morgens um 7:00 Uhr vor dem Hotel den Blick in die Berge schweifen lasse. Ich habe die letzte Nacht schlecht geschlafen. Die vielen Geschichten und Lifeberichte vom „Mythos“ Großglocknerberglauf haben mich aufgewühlt.
Obwohl ich eigentlich gut trainiert bin und schon einige große Bergläufe hinter mir habe, sind die Gefühle heute ein bisschen anders. Die Stimmung zwischen Freude und Bedenken ändert sich von Minute zu Minute.
Mein gequältes Lächeln teile ich mit etwa tausend anderen Läuferinnen und Läufer. Der kleine Ort Heiligenblut unterhalb des Großglockners schafft es tatsächlich wieder einmal eine vierstellige Zahl von Bergläufern aus vielen Nationen in den Ort zu locken, Übrigens, um dieses Großereignis zu stemmen, sind mehr als 25% der hiesigen Bevölkerung ehrenamtlich an der Organisation beteiligt.
Heute wird ein extrem heißer Tag. Zur Startzeit um 10:00 Uhr sind die Schattenplätze im Startbereich bereits Mangelware. Das Thermometer zeigt  jetzt  schon 25° an. Später werden es im Tal 30° sein, im Zielbereich auf 2300 Metern etwa 10° weniger.
Im 3.Starterfeld habe ich noch etwas Galgenfrist. Weil die Wege teilweise sehr eng sind startet man im 10 minütigem Abstand.
Der erste Kilometer ist das einzige richtige Flachstück auf den kommenden 13 Kilometern.

Aber das "Geschenk" der flachen Strecke wird nicht genossen. Obwohl ich mich unter den „Langsamen“ befinde, wird gerannt als gebe es kein morgen mehr. Der Spurt findet aber ein schnelles Ende. Der erste Anstieg mit über 400 Höhenmeter treibt den Schweiß anständig aus den Poren. Da wir die Baumgrenze noch nicht erreicht haben, wird jeder Meter Schatten ausgenutzt. Hinter der erste Verpflegungsstation geht es leicht bergab. „so schlimm war`s ja gar nicht“, denke ich in Unkenntnis des nahenden zweiten Anstieges. Hier geht es auf ca. 1,5 Kilometer 300 Höhenmeter hoch. Ich muss die ersten Gehpausen einlegen. Das Wort „laufen“ ist in meinen Vorstellungen für diese Streckenabschnitte einfach unvorstellbar.
Die Ersten, die jetzt schon knapp vor de Ziel sind, können darüber wahrscheinlich nur lächeln.
Als „Selbstverpfleger“ nutze ich an der 2.Verpflegungsstelle die Gunst der Stunde zum vorübergehenden Überholen einer ganzen Schar von dort verweilenden Läufern. „wieder ein bisschen Abstand nach hinten gewonnen“, freue ich mich diebisch.
Obwohl jetzt ein paar flachere Anstiege kommen ist an ein flüssiges Laufen nicht mehr zu denken. Der Boden lässt keine koordinierten Schritte mehr zu. Ich bin heute auch viel ängstlicher und vorsichtiger als sonst. Manche Schritte plane ich, bevor ich sie gehe. Und das nicht ohne Grund. Vor genau 20 Jahren flog ich mit einem gebrochen Fuß schon einmal mit dem Hubschrauber vom Großglockner via Krankenhaus ins Tal. Ereignisse die prägen und nicht so leicht abzuschütteln sind.
Inzwischen liegen alle Schattenspender hinter uns. Gnadenlos brennt die Sonne vom Himmel und zehrt spürend an meiner Kraft. Dafür ist der Ausblick traumhaft. Vor uns der Gletscher des Großglockners, unter uns der türkisfarben schimmernde Stausee und unendlich weit über uns, das Ziel „die Kaiser Franz Josef Hütte“.

Die letzten Kilometer vor dem Endanstieg erfordern läuferische Höchstleistungen. Vorbei am tosenden Wasserfall geht es über eine Hängebrücke nur noch auf teils abschüssigen Felsen dem letzten Servicepunkt entgegen. Wer hier zu spät ankommt, wird aus dem Rennen genommen. Mit einer halben Stunde Reserve liege ich noch gut in der Zeit.
Aber es ist ruhig geworden um mich. Den „Mädels vom Service“ rufe ich bereits von weitem zu „wartet Ihr alle auf mich?“ Von allen Seiten werde ich mit Wasser, Obst und Schwämmen versorgt. Aber vor allem die lieben und netten Anfeuerungen gehen mir unter die Haut.

Beim weiterlaufen spricht mich ein älterer Einheimischer an. „Wie alt  bist Du?“ „60 Jahre“ antworte ich keuchend. „Respekt, wenn ich da meine Ochsen hochtreiben würde, bekäme ich eine Anzeige wegen Tierquälerei “, ruft er mir hinterher. Gut das der nette Mann mich nicht ein paar hundert Meter weiter oben gesehen hat. Die 900 Meter lange Himmelsleiter wird zur echten Qual für mich.
350 Holz und Steinstufen mit 250 Höhenmetern bei immer dünner werdende Luft setzen  mir enorm zu. Ich werde zum Pausenkönig. Zum ersten Mal schauen mir die Ärzte der Bergwacht etwas tiefer in die Augen. Aber ich lächle freundlich zurück und werde als „tauglich“ durch gewunken. Der endlos lange letzte Anstieg hat meine Zeitvorstellung völlig durcheinander gebracht. Aber mir ist die Laufzeit von 3:25 Std. heute völlig egal.
Hier oben auf der Franz Josef Hütte eine Medaille um den Hals gehängt zu bekommen, ist eine besondere Auszeichnung, bekomme ich am Abend dutzendfach zu hören. Ich glaube es nicht nur den Leuten, ich bin davon überzeugt, dass sie recht haben.

                        Weitere Bilder kommen morgen

Montag, 3. Juni 2013

Nach dem Lauf, ist vor dem Lauf


Nach dem Lauf ist vor dem Lauf. 
Der Rennsteig war lang, der Großglocknerberglauf dagegen, ist kurz aber dafür knackig.
Am 21.Juli ist es soweit. 13 Km und knapp 1500 HM
http://www.youtube.com/watch?v=vcK9HCa8Jjg 


Sonntag, 19. August 2012

Berg auf

Zum ersten Mal in diesem Jahr habe ich "locker" die fünfzig Kilometergrenze beim wöchentlichen Training geschafft. Locker deshalb, weil ich keinerlei größeren  körperliche Probleme heute habe.
Für viele meiner kilometerfressenden Laufkollegen sind diese Zahlen vielleicht ein "normales" Pensum, für mich jedoch ein langer Weg zurück zum Läufer.
Der Dahner Kerwe"berg"lauf am letzten Freitag bei heißen 30° war ein schöner Test für meine kommenden Aufgaben. Vor zwei Jahren kroch ich hier dem Ziel entgegen, diesesmal hatte ich ein Lächeln auf den Lippen, so der Originalkommentar meiner Frau.

Nun soll es am kommenden Wochenende in die Schweiz zum Matterhornlauf gehen. 12 Kilometer und etwa 1000 Höhenmeter warten auf die Läuferinnen und Läufer. Die schnellsten werden in unter einer Stunde oben am Ziel sein, ich hoffe, dass ich es unter zwei Stunden schaffe.
Am Bergtraining kann es kaum scheitern, denn allein letzte Woche habe ich weit über 2000 Höhenmeter überwunden.



Mittwoch, 15. August 2012

Dritter Berglauftest

Auch bei meinem dritten Berglauftest bin ich wieder im Schwarzwald gelandet. Aber dieses Mal mußte ich noch eine Schippe zulegen. Der Hochblauen gehört zu den interessantesten Bergläufen im Schwarzwald und hat eine ganzjährig ausgeschilderte Strecke.
Zusätzlich hatte ich heute einen der wärmsten Tage des Jahres erwischt. Bei glatten 30° startete ich meinen Testlauf über 900 Höhenmeter verteilt auf etwa 11 Kilometer.
Unter zwei Stunden Laufzeit wollte ich oben am Gipfel stehen. Nach 1:45 Std. war es bereits so weit.





Eigentlich war für morgen ein weiterer Trainingslauf geplant, aber zur Zeit fegt ein größeres Unwetter über den Schwarzwald. Mal sehen, was für Wege morgen früh begehbar sind.

Montag, 9. Juli 2012

Zweiter Berglauftest

Mein ursprünglichs Ziel,  heute den Schauinsland Berglauf bei Freiburg mitzulaufen, hatte ich schnell wieder begraben. Die Entfernung und der frühe Start sind nicht unbedingt etwas für einen Langschläfer. So entschloß ich mich die Original Laufstecke der diesjährigen  Seniorenberglauf Weltmeisterschaft im Bühlertal als ganz privates Training zu laufen. Ohne Eile und Hetze aber trotzdem steil und knackig.
Bei teilweise hochsommerlichen Temperaturen ging es bereits kurz hinterm Start kräftig zur Sache. Leider lassen sich auf  Fotos den wirklichen Steigungsgrad kaum wiedergeben.













Nach etwa 1:45 Std., inklusive einiger Fotopausen, stand ich oben am "Ziel". Da weder Wanderer, Biker oder Läufer an diesem Tage scheinbar unterwegs waren, fielen Ehrung und Schulterklopfen ins Wasser.
Dabei wäre ein bisschen Anerkennung gar nicht unverdient gewesen. Denn ohne körperliche Spuren hinterlassen zu haben lagen immerhin 800 Höhenmeter, verteilt auf 10 Kilometer hinter mir.

PS: Fotopausen - Vor einigen Wochen hat sich ein "schneller Läufer" bei mir mit den Worten bedankt: " ohne Läufer wie Dich, wüssten wir als gar nicht, wie schön unsere Strecken sind".