Sonntag, 3. August 2014

Wenn ein Gerader ein Krummer ist

Manchesmal sind die einfachen Dinge kompliziert. 20Km ist für einen "Außenstehenden" eine glatte Sache.
Für einen Läufer ist es eher ein krummer Lauf. Gerechnet wird unter den "Eingeweihten" nicht nach "Otto Normalverbraucher" sondern in  Marathonmaßen. Und dann ist ein normaler Lauf eben 42,195 Kilometer und ein gerader "Halber", folgerichtig  21,100 Kilometer.
Am 12.Oktober jedenfalls habe ich mich für einen krummen 20er entschieden. Für die meisten ist dieser Lauf eher unbekannt. Für die Franzosen ist es "der Klassiker".


Die Welt um mich ist paradox. Letzte Woche war ich beim Arzt um mir ein Attest für irgend einen Herbstmarathon  in Italien oder Frankreich ausstellen zu lassen. Mir besten Ergebnissen und einem fröhlichen Lächeln verließ ich nach der Untersuchung die Praxis. Inzwischen habe ich wieder Knie und Wadenbeschwerden dass es mir schon schwer fällt, ein paar gerade Schritte zu gehen.
Aber es gibt immer ein Licht am Himmel das aufhellt.
Wenn es Frauen schlecht geht hilft meistens eine Shoppigtour. Bei mir ist es ähnlich gelagert. Ich buche dann einfach einen Lauf, und die Welt ist wieder in Ordnung. Äh, bis auf die Beine, die tun immer noch weh.

Mittwoch, 9. Juli 2014

Nebelhorn Berglauf 2014



                                         Nebelhornberglauf 2014

                         „hast Du das Zeug für richtige Steigungen?“


Ein Berglauf bleibt sich treu. 10,5 Kilometer und 1405 Höhenmeter – basta.
Während allerorts neue Läufe aus dem Boden sprießen, die sich mit immer spektakuläreren Höhen und Weiten gegenseitig die Show stehlen, bleibt man im allgäuischen Ort Oberstdorf äußerst gelassen.
Mit der pfiffigen  Frage im Slogan „zu hart für Dich?“, trifft man ins Mark all derer, die Laufen und Berge für ein ideales Paar halten. Und obwohl die Strecke zum Nebelhorn keine alpinen Kletterpassagen hat, sind Anstiege von weit über 30% eine gigantische Herausforderung.
So ist es auch nicht sonderlich verwunderlich, dass die meisten der „Angesprochenen“ Kinder der Berge sind. Nur wenige Exoten aus dem Flachland standen deshalb auch in diesem Jahr wieder  auf der Teilnehmerliste. Einer davon mit der Nr.10, das war ich.



Noch nie zuvor hatte ich mich so akribisch auf einen Lauf vorbereitet. Um den „verlangten Härtegrad“ zu erreichen, schwor ich in den letzten vier Wochen allen Süßigkeiten ab.
Aber auch die so erlangte neue Trikotgröße „M“ alleine, macht noch keinen spritzigen Bergläufer. Ein Wanderer wollte ich an diesem herrlichen Sonntagmorgen aber auch nicht sein.
Den Tipp eines Kenners, die Ortsstraße zu genießen, da sie das einzige Flachstück ist, ging aber schon glatt in die Hose. Die Meute rannte entfesselt los und ich befand mich mittendrin. So strafte mich der „Laufgott“ bereits nach  dem ersten Kilometer mal so richtig ab. Der kräftige Anstieg unterhalb der Sprungchance machte mich zum Wechsler zwischen Geher und Läufer und ordnete mich fortan wieder in die richtige Position des Feldes ein.
Ein „Mathematiker“ unter meinen Lauffreunden hatte meine Wunschzeit von 2 Stunden  ohnehin bereits im Vorfeld zerpflügt. Ich fügte mich seinen Worten und lief mit Verstand langsam und kräftesparend weiter.  Bis zur ersten Verpflegungsstation ging es nun, wie es der Veranstalter trocken beschreibt, anspruchsvoll ansteigend aufwärts.



Inzwischen ist die Baumgrenze erreicht, und die glühend heiße Sonne lässt mich meine verlorengegangene Trinkflasche schmerzlich vermissen. Wassernachschub gibt es erst wieder oberhalb des Latschenhanges. Der aber liegt 500 Meter weiter oben und der Anstieg wird noch viel Schweiß kosten.
Hier treffe ich auch erstmals auf Läufer denen es viel schlechter geht als mir.
Mit großem Mitleid unter den Läufern  ist hier oben aber nicht zu rechnen. Jeder leidet seine eigenen Schmerzen. Mit Argusaugen verfolgen jedoch Ärzte der Bergwacht  aufmerksam das Geschehen am Berg.

Unterhalb des Gipfels am Höfatsblick treibt mir der Blick ins Tal beinahe die Tränen in die Augen. Eine Wahnsinnsaussicht auf unzählige Berggipfel tut sich auf. Welch eine Gnade hier zu stehen. An der gleichen Stelle hat eine Stunde zuvor der führende Läufer aus Eritrea aus kuriosen Gründen das Rennen beendet. Irrtümlicher Weise hatte er die Bergbahnstation mit dem Ziel verwechselt.

Die immer dünnere werdende Luft ist jetzt nur noch eine lästige Nebenerscheinung. Der Gipfel mit der Zielfahne ist zum greifen nah und doch noch steinig weit entfernt. Inzwischen sind mehr Wanderer wie Läufer auf der Strecke.  Mühsam umlaufe ich auf den letzten Anstiegen die vielen menschlichen „Hindernisse“. Die letzten Meter werden zu einem kleinen Triumphzug. Mit viel Beifall werden hier auch noch die Späteinkehrer empfangen. Ein herrliches Gefühl der Anerkennung den „Härtetest“ am Nebelhorn bestanden zu haben.




Und die Moral von der Geschichte : Dem Besenwagen weit davon gelaufen – die Freude schlägt eindeutig das Leid -  der Alte ist immer noch jung – nach dem Lauf ist vor dem Lauf

Hans Pertsch 7.7.2014




Sonntag, 6. Juli 2014

Nebelhorn Berglauf 2014 - Fotoimpressionen






















































Auf dem Weg zum Nebelhorn -
Nebelhorn Berglauf 2014 - 10,5 km 1405 HH Meter Zeit 2:25 Std.

Immer wenn ich unterwegs dachte : "warum tust du dir das an", sagte ich mir, "oben bist du der glücklichste Mensch der Welt."


Donnerstag, 3. Juli 2014

Ein neuer Berg wartet


Mit dem Nebelhorn wartet einer neuer Berg darauf, "erobert" zu werden.Glaubt man dem Veranstalter, soll es ein hartes Stück Arbeit werden. Packen wir es an.

                        Stell Dich dem Berg! - Melde Dich an!

                        

Noch nie habe ich einen Berglauf in der Vorbereitung so ernst genommen, wie diesen Lauf. Mit weitem Abstand zum Besenwagen ankommen ist mein großes Ziel. Schaffe ich es in 2 Stunden bin ich sehr zufrieden. Komme ich etwas später durch Ziel vergieße ich höchstens Freudentränen.
Am Gewicht wird es diesem Mal garantiert nicht liegen. Über vier Kilogramm habe ich extra für dieses Abenteuer abgenommen. Das ist mein tiefstes Gewicht der letzten 10 Jahre. 4 Wochen ohne Süßigkeiten waren alles andere als leicht zu ertragen. Nun will ich die Früchte der Leidenszeit ernten.


Meine Rippenprellung lächle ich am Sonntagmorgen einfach weg und freue mich auf schönes Wetter, das Petrus für den Lauf versprochen hat.





Montag, 30. Juni 2014

Freitag, 27. Juni 2014

Ein bisschen Berg muss sein



















Auf der Originalstrecle des Hundseck Berglaufes  9,5 KM  776 m HD

Start:Haus des Gastes in Bühlertal.
Wegbeschreibung: Haus des Gastes, Hauptstraße bis Cafe Schnurr, links ab Richtung Längenberg, auf dem Längenberg bis zur L83, links den Henkerweg hoch bis zum Brockenfels, dann links Richtung Kohlbergwiese-Plättig bis zum Plättig, über die B500 hinweg, am Plättig Hotel vorbei, links in den Waldweg paralell zur B500 bis zur Kreuzung Sand, dort Überquerung der L83 auf den Waldweg Richtung Hundseck, den 2. Waldweg links ab Richtung Skihang Mehliskopf, von dort den Wanderweg hoch bis zum Mehliskopf-Turm.
Ziel: Mehliskopf-Turm

Sonntag, 22. Juni 2014

Und noch ein dummer Spruch

  
Die "schönsten" Pausen, sind die Zwangspausen. Gestern bin ich wieder einmal auf dem "harten" Boden der Realität gelandet. Rippenprellung. Lautes Lachen fällt mir heute morgen noch ein bisschen schwer und das treppensteigen habe ich auf morgen verschoben. Aber Bierglasstemmen geht schon wieder. Prost